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Mittwoch, 4. Juni 2014

Lätzchenparade- Upcycling

... wir tun einfach mal so, als wäre es noch Mai.. ich habe so viele Dinge recyclet, aber nur die wenigsten gepostet. Tja, so ist das manchmal.
Der Mai war schulisch gesehen leider noch sehr voll gepackt, aber der Juni wird hoffentlich entspannter.. Ganz viel Mama- und Nähzeit :-) und Stoffmarkt! ich freu mich! 
Weil wir hier ja langsam anfangen mit essen, hab ich mal einen Berg Lätzchen genäht..
die schönsten haben es aufs Foto geschafft.
Der Stoff ist eigentlich mal eine Bettwäsche gewesen, die ich vor einiger Zeit mal von einer Mama aus der Kita bekommen habe.. Die Rückseiten sind aus einem alten Handtuch.. mit einer Fehlstickerei. Ebenfalls von der besagten Mama bekommen.
 den Schnitt habe ich von einem gekauften Lätzchen übernommen und deutlich vegrößert.. die Lätzchen, die es zu kaufen gibt, sind unserem Schmierfink vieeel zu klein.
 Als Verschluss habe ich Kam Snaps verwendet. 2 auf unterschiedlicher Höhe, damit die Lätzchen noch etwas mitwachsen.
... in den nächsten Tagen/Wochen gibt es hier mit Sicherheit noch meh Genähtes zu sehen.. unter anderem eine tolle Überraschung, die mich sehr glücklich gemacht hat :-)
Bis bald!
***

Dienstag, 13. Mai 2014

Über das Stillen und Abpumpen.

Ich wollte unbedingt stillen. 
Das wusste ich schon in der Schwangerschaft. 
Viel habe ich über das Thema gelesen und mich schlau gemacht. 
Aber neben der Vorfreude kam auch Angst auf. Schaffe ich das? 
Kann ich so viel essen, um noch ein kleines Menschlein mitzuversorgen? Tut stillen nicht weh?
Wie mache ich das, wenn ich in der Schule bin? Ein Mal die Woche die Flasche? oder Fertignahrung? 
Lässt sich das alles vereinbaren?
So viele Fragen.

Als ich den Kobold nach der Geburt angelegt habe, passierte erstmal nichts. Es kam nichts. Mittlerweile weiß ich, dass der Milcheinschuss erst am dritten Tag passiert und das anfängliche Nuckeln nur der Milchanregung dient.
Die ersten Tage waren sehr anstrengend für uns. Er wurde einfach nicht satt und war unzufrieden.
Das Stillen zeigte mir niemand so recht. Anhand einer Broschüre wurde mir halbherzig erklärt, wie ich meine Brust zu massieren hatte, damit die Milchbildung angeregt wird.
Lesen kann ich selber, hab ich gedacht.
Alle paar Stunden versuchte ich also mein Glück. Es funktionierte einfach nicht.
Dazu kam, dass ich körperlich so erschöpft war, dass ich nicht aufstehen konnte und dementsprechend nur im Liegen gestillt habe.
Irgendwann am dritten Tag schoss die Milch ein. Im warsten Sinne des Wortes. 
Meine Körbchengröße hatte sich vervierfacht und ich hatte Schmerzen.
Kühlen dürfe ich nicht, hat mir die Krankenschwester gesagt. Ist klar.
Die Hebamme sagte mir glücklicherweise was anderes und besorgte mir Kühlpads.
Dann noch die sehr starken Nachwehen, weil sich meine Gebährmutter in rasendem Tempo wieder zusammen zog.
Im Stillzimmer versuchte ich es immer wieder. Und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass es besser wird. Aber vorstellen, dass es richtig klappen würde, konnte ich mir nicht.
Außerdem drehte man mir sofort ein Stillhütchen an mit den Worten: "Damit klappt es bestimmt."
Für den Anfang war das auch die richtige Entscheidung, aber nach ein paar Wochen zuhause wollte ich das Ding los werden. So unhygienisch, ständig war das Ding weg. Und unpraktisch war es noch dazu.
Gar nicht so einfach, denn der kleine Kobold hatte sich schon sehr daran gewöhnt und auch ich hatte Angst vor Schmerzen.
Jeden Tag kämpften wir einen kleinen Ohne-Stillhütchen-Kampf, der meist mit Gebrüll endete.
Aber irgendwann wurde es besser.

Ein paar Wochen, nachdem ich zuhause war, ging es mir dann von einem Tag auf den anderen sehr schlecht. Erst Milchstau, dann Brustentzündung. Und das zwischen den Feiertagen.
Unsere Hebamme kam jeden Tag vorbei. Zum Glück. Und es wurden so ziemlich alle Hausmittel ausprobiert, von denen wir irgendwo gehört hatten. Quark, Retterspitz, Weißkohl, diverse Globuli..
Nach zwei Tagen hohem Fieber, zeigte sich Besserung. 
Inzwischen war ich sehr schlapp und hatte deutlich abgenommen. 
In diesen Tagen habe ich, immer im Gespräch mit meiner Hebamme, weiter gestillt. 
Und das Fieber sank.
Nach zwei Tagen kam es dann wieder. Nochmal die gleiche Geschichte. 
Ich lag nur im Bett und fühlte mich so schlecht. Wieder die gleiche Prozedur. 
Nach dem dritten Mal Fieber in Folge, ging ich dann abends zu meiner Frauenärztin und bekam Antibiotika verschrieben. Meine größte Sorge war, dass ich abstillen müsste. 
Ich bekam jedoch Antibiotika, die nur in ganz geringen Mengen in die Muttermilch übergeht.
Und siehe da, das Fieber ging zurück und ich wurde langsam wieder fit. Nach und nach wurden wir zu einem guten (Still-) Team und wir schafften es auch ohne Stillhütchen zu stillen.
Und was soll ich sagen? Der schwere Weg war genau der Richtige.
Wir lieben das Stillen und der Kobold entwickelt sich prächtig.
Er war bisher noch kein einziges Mal krank und auch der Kinderarzt war begeistert von seiner Gewichtszunahme.

Meine Bedenken zum Thema "Schule und Stillen" haben sich auch erledigt.
Die Schule ist nur an 1 1/2 Tagen in der Woche und in dieser Zeit pumpe ich ab. Mit einer elektrischen Milchpumpe von medela, die ich übrigens jedem, der nicht immer da sein kann, sehr empfehlen kann.
140 Euro ist nicht unbedingt ein Schnäppchenpreis, aber alle, die schon mal mit der Hand Muttermilch gepumpt haben, wissen wie anstrengend das auf Dauer sein kann ;-)
Passend dazu habe ich diese Kühltasche gekauft, um die Milch sofort kalt zu stellen. Der Kobold bekommt dann an den Tagen, an denen ich nicht da sein kann, die abgepumpte Milch aus dem Fläschchen. Entweder vom Papa oder von der Oma.
Ende gut, alles gut.
Durchhalten lohnt sich!


edit: und wieder mal wird mir bewusst, wie wichtig eigentlich unsere Hebammen sind...
was hätte ich ohne sie gemacht?

Freitag, 24. Januar 2014

Dinge, die die Welt braucht! :-)

Vor der Geburt des kleinen Kobolds habe ich mir, wie wahrscheinlich alle Mütter viele Gedanken darüber gemacht, welche Dinge man braucht und welche überflüssig sind. 
Als junge Eltern wird man ja auf dem Markt echt verunsichert 
und man kann eine Menge Dinge kaufen, die wirklich Quatsch sind. 
Besonders unsicher war ich mir ja damals beim Tripp-Trapp- Newbornset der Marke Stokke. 
Vom Tripp Trapp an sich bin ich schon seit Jahren schwer begeistert. 
In meiner Arbeit in der Kita hatte ich den Stuhl kennen gelernt und seitdem stand fest- den oder keinen! Besonders die Stabilität und Qualität des Stuhls überzeugten mich. 
Nebenbei ist die Tatsache, dass der Stuhl über viele Jahre mitwächst, natürlich eine super Sache.
 Seit einiger Zeit gibt es nun auch das Newbornset, bestehend aus einer Babyschale 
und einem Mobilehalter. Im Newbornset sitzend, kann das Baby schon von Anfang an mit den Eltern gemeinsam am Tisch essen - oder sonst wie Zeit verbringen.

via
Mit über 100 Euro Neupreis ist das Ganze allerdings ein sehr teurer Spass, was mich sehr abschreckte. Glücklicherweise bat mir die liebe Missy ihren Sitz günstig zum Verkauf an und wir entschieden uns ihn zu nehmen. Danke nochmal! nach 5 Wochen testen kann ich sagen: die Anschaffung hat sich gelohnt. 
Die ersten beiden Wochen lag der Kleine immer auf dem Sofa wenn wir gegessen haben.. 
Nach und nach wird er jedoch immer aufmerksamer und möchte überall dabei sein. 
Durch das Newbornset sitzt er mit uns am Tisch
und wir ersparen und das ständige Hinlaufen..
Unsere gemeinsamen Mahlzeiten sind nicht gestört, was ich enorm wichtig finde, 
wenn man sowieso nur ein Mal am Tag gemeinsam isst- und sich nur abends sieht.




Auch beim Kochen lege ich ihn oft in die Babyschale... 
so ist er immer bei mir, kann das Geschehen verfolgen und ich kann in Ruhe kochen..
Einziger Nachteil ist wie schon gesagt leider der Preis. 
90 Euro plus 30 Euro für den Bezug sind schon sehr heftig für die kurze Nutzungsdauer.
Aber ich denke, gerade wenn man mehrere Kinder plant, oder das Set weiter verkauft,
 ist es eine wirklich sinnvolle Anschaffung, die sich auf jeden Fall lohnt!