Donnerstag, 17. Oktober 2013

Gedanken.

..ich bin völlig durcheinander. 
Schon zu Beginn der Schwangeschaft hab ich lange überlegt, wo, wie und mit wem ich entbinden möchte. Bei uns in der Stadt gibt es einige Möglichkeiten. 
Das Geburtshaus, für das ich mich wohl entschieden hätte, hat Mitte des Jahres seine Türen geschlossen. Das war der erste Schock für mich. Ruhige, gemütliche Atmosphäre ohne viel Technik und TamTam. 
Eine Hebamme, die an meiner Seite ist. Ganz natürlich. So hab ich mir Geburt vorgestellt. 
Weil es sich aber einfach nicht mehr lohnt, musste das Geburtshaus also schließen. 
Ich habe mich weiter umgehört und mich für eine Beleghebamme entschieden. Wegen unseres relativ blöden Termins, war das gar nicht so einfach. Aber nicht nur deshalb.. Es gibt einfach nicht mehr so viele. Hohe Versicherungskosten machen es für Hebammen enorm schwierig.
 Ich hatte aber Glück und habe eine gefunden. Auch das Krankenhaus war mir sehr sympathisch. 
Mit angrenzender Hebammenpraxis, klein und familiär. Es wird viel Wert auf Homöopatie gelegt, was mir wichtig ist.Wir waren schon häufiger dort.
Und jetzt der zweite Schock: Die Geburtsabteilung muss schließen. Zum Ende des Jahres! Auch aufgrund steigender Versicherungsgebühren für Ärzte und Hebammen. 
Niemand weiß so richtig wie es weiter gehen soll. Und ich muss mich wieder umschauen.
 In einer große Klinik, wie zwei, die bei uns direkt um die Ecke sind, möchte ich nicht entbinden.. 
Ich möchte nicht, dass unser Kind in hektischer, lauter und geschäftiger Atmosphäre auf die Welt kommt. Die Alternative wäre ein kleines Krankenhaus etwas weiter weg oder eine Hausgeburt. An sich gefällt mir der Gedanke. Aber ich habe auch Angst. Das erste Kind. Was ist wenn doch etwas passiert?
Ein bisschen Zeit ist zum Glück noch.
Trotzdem macht es mich traurig. :-(
und ich denke, wie so oft: immer auf die Kleinen.



6 Kommentare:

  1. Sehr passendes Foto *g*
    Ich kann dir leider keinen Tip geben... ich würde nicht mehr in das KH gehen, wo ich war - aber ich hab auch keine anderen Alternativen... auch hier ist das Problem, dass viele Geburtstationen geschlossen wurden im Umkreis von 100km - und so gibt's nur noch ein KH mit Massenbetrieb. 16 Geburten an einem Tag mit 3 Kreißsälen gabs wohl neulich!!!! Und mehrere davon kamen im Wehenzimmer, das geschätzte 7 Quadratmeter groß ist.
    Grüße Sonnenblume

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    1. ohje das hört sich furchtbar an.. ich denke so ähnlich ist das hier auch in den großen Kliniken.. umso trauriger finde ich, dass den kleinen keine Chanche gegeben wird :-/

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  2. Oh je, du Arme, ich kann deine Ängste und Sorgen gut verstehen...
    Ich selbst würde mich, wenn ich schwanger wäre, wohl mittlerweile für eine Hausgeburt entscheiden, weil ich einfach kein Fan von Krankenhäusern bin. Krankenhauskeime sind keine schöne Sache und auch die Atmosphäre mag ich dort nicht... Oh Mann, ich drücke dir fest die Daumen, dass du einen Weg und einen Ort finden wirst, der dir Sicherheit und Geborgenheit gibt...

    Liebe Grüße und fühle dich gedrückt :)

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  3. Guck mal hier: http://linutilecologne.blogspot.de/2013/10/fragen-kostet-nichts.html

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  4. Liebe Mary,

    ich lese Deinen Blog sehr gerne still und leise mit :-) Aber hier will ich doch mal kurz was sagen, da mich das Thema auch irgendwie beschäftigt. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch und gehe grundsätzlich immer vom Schlimmsten aus... sprich: für mich war immer klar, dass eine Geburt nicht komplikationslos verlaufen kann. Und doch habe ich mich gegen ein Krankenhaus mit Kinderklinik entschieden und bin lieber in ein kleines familiäres Krankenhaus mit maximal 500 Geburten im Jahr gegangen. Ich war bei beiden Häusern auf Infoabenden und war erschrocken, wie es im großen Krankenhaus so abläuft. Ich lese immer mehr, dass kleine Geburtsstationen schließen müssen und ich finde das wirklich sehr traurig und schade und absolut ungerecht. Ich weiß nicht, ob ich mich beim zweiten Kind für eine Hausgeburt entscheiden würde... vermutlich aber schon - vor allem weil die erste Geburt sehr schnell und ohne jegliche Komplikationen ablief. Ich wünsche Dir wirklich, dass Du DEINEN bzw. EUREN Weg finde(s)t und wünsche Dir alles alles Gute für die anstehende Geburt!

    Viele Grüße von kullermami mit kullerkind

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    1. oh vielen Dank für deine Worte.. die haben mich sehr berührt und meine Entscheidung in ein kleines Krankenhaus zu gehen bestätätigt.. ich hoffe ja immer noch darauf, dass der Kleine auf die Welt möchte bevor das Krankenhaus schliesst.. ansonsten haben wir eine Alternative gefunden... und werden in ein anderes kleines Krankenhaus gehen, das zwar etwas weiter weg ist, aber dafür ebenfalls sehr familiär und geborgen.. Eine Hausgeburt würde ich vermutlich auch eher beim zweiten machen.. wenn bei der ersten Geburt alles glatt läuft..
      Na, wir werden sehen.. aber nochmals vielen Dank für deine Worte.. sowas tut sehr gut!
      <3 Liebe Grüße

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